ohwieschoen

Montag, August 28, 2006

Hier ist nun die Zusammenfassung meiner ersten Woche: ich werde mich nicht totarbeiten!

Nachdem ich ja leider einen etwas genervten Start am Montag hatte, und ich am Dienstag ja die nächste Überraschung mit 'dem anderen Deutschen' erlebt habe, ergab sich keine weitere Steigerung dessen. Ein kleiner Niederschlag war die Information von der Uni-Frau, dass es Kittel gäbe. Daraufhin habe ich meinen natürlich nicht mit nach Südamerika geschleppt. Warum auch? War aber ein Fehler, denn Kittel gibts vom Krankenhaus nämlich nicht gestellt. Muß ich mir also kaufen. Genau wie die OP-Kleidung, Mundschutz, Haube sowie: Überzieh-Schuhe! Hier gibts also keine OP-Schuhe, sondern man behält seine eigenen Schuhe an und darüber kommt so etwas wie eine Haube für den Schuh. Halbwegs wasserundurchlässig...

Also bin ich, nachdem ich den ersten Tag dann ohne Kittel die Sprechstunde mitgemacht habe, losgstiefelt und habe mir den ganzen Klinikkram inklusive Klamotte besorgt und habe 100 Peso dafür hingelegt. Das ganze durch vier, und schon stellt man fest, dass das alles nicht wirklich teuer ist. Das trifft aber in etwa auf alles zu, was man hier so macht. Busfahren 80 Centavo, Kino für 7 Peso, Essen gehen mit ner Flasche Wein 40 Peso und - für die Männer - das Kilo Rind kostet maximal 17 Peso...

Zum Klinikalltag lässt sich weiter sagen, dass drei Mal die Woche OPs stattfinden, oder auch nicht, wenn der Patient nicht kommt oder so, und zwei Mal findet eine offene Sprechstunde statt. Ich bin in einem onkologischen Krankenhaus, und dazu noch in der Kopf- und Halschirurgie, also sehe ich sämtliche Leute mit irgendwelchen Zungen-Karzinomen, Schleimhaut-Karzinomen oder sonstigen Tumoren am Kopf. Das Problem ist nur: ich mache nichts! Untersuchungen und Gespräche machen die Ärzte und die Studenten (inklusive mir) stehen drum herum und gucken zu. Genau wie im OP: Operieren und assistieren tun die Oberärzte und Assistenten, und drumherum stehen die Studenten und gucken zu. Und es ist voll im OP - gezählte 21 Personen waren im Saal plus Patient! Sehr überrascht war ich am ersten Tag, als bei einem der Ärzte das Handy klingelte. Noch viel überraschter allerdings, als er auch wirklich ans Telefon ging! Fotohandys sind insofern beliebt, weil man als Student auch gerne Fotos von der OP macht.. Könnte man sich bei uns ja niemals vorstellen.

Sein Handy überall mit umher zu schleppen ist hier übrigens nichts unhöfliches. Es stört zum Beispiel niemanden, wenn im Kino oder bei irgendnem Vortrag das Telefon klingelt und man abnimmt.

Wie ich schon erwähnte, fängt mein Tag um acht an. Es stört aber niemanden, wenn man erst um halb neun da ist. Sind die meisten Assistenten aber auch erst. Jeden Tag findet für die Studenten noch Unterricht von 60 - 90 min statt, den ich auch gerne besuchen kann. Sind immer ganz interessante Themen und so lernt man nebenbei auch noch etwas. Und wenn dieser Unterricht beendet ist, sind meist auch keine Patienten mehr da, so dass man dann nach Hause gehen kann. Das variiert von Tag zu Tag, will sagen, nach ein Uhr bin ich da noch nicht draußen gewesen... Könnte man sich drüber freuen, aber der Lerneffekt ist natürlich auch nicht ganz so doll. Werde also am Ende dieses Tertials mein 'Schnitt für Schnitt' wahrscheinlich durchgelesen haben, um überhaupt das Gefühl zu haben, Chirurgie gemacht zu haben...

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Sonntag, August 27, 2006

Hej, Hej,

ich mal wieder. Ich bin umgezogen!!! Und die Hütte ist schon echt cool, beim nächsten mal gibts ein Photo vom "Badezimmer" das ist nämlich ein riesiger Raum unter dem Dach mit einer Badewanne unter der Schräge, was echt lauschig ist und sehr gemütlich - nur das duschen erfordert so halt etwas mehr Geduld... Aber sonst echt ein Glücksfang, wie mir auch meine beiden Umzugshelfer bestätigt haben. Danke nochmal an Maik und Helge. Hier lernt man echt jeden Tag neue Leute kennen und so bin ich auch an meinen Nebenjob gekommen, Bartender bei einer Veranstaltung namens Night Circle. Das ist ein mehr oder weniger organisiertes Bar- und Club- Hopping zu zivilen Preisen mit freien Getränken und freiem Eintritt in eine Club hier. Ich kann da dann immer for free mit. Ist echt ganz nett. Und man lernt witzige Leute kennen. Gestern einen Australier bei dem es vier Versuche gebraucht hat, bevor ich verstanden habe wo der herkommt, weil er immer "Stralia" gesagt hat. Und die Isländer, die in dieser bar regulär arbeiten waren auch echt witzig, zumal es der eine sich zur Aufgabe gemacht hatte mich jeden Schnaps den ich noch nicht kannte probieren zu lassen. Da sagt man ja nicht nein, jadenfalls nicht bei den ersten drei oder vier...
Nun denn, das soll es erstmal gewesen sein, beim nächsten Mal dann das Photo von der Badewanne.

Liebe Grüße an euch alle!

Inga

Mittwoch, August 23, 2006

Montag morgen, mein Wecker klingelt um kurz vor 6. Und dann auch noch so laut, dass ich fast aus dem Bett gespungen wäre. Aber ich bin wach, und zum Glück gibts nicht diese Schredder-Musik von gestern abend.
Also ich bin wach, hätte bestimmt sowieso nicht länger schlafen können und hopse unter die Dusche, um endgültig wach zu bleiben. Und Kaaaffeeeee... Lecker, lecker - so kann ein Morgen auch gern früh anfangen. Schnell noch ein kleines Fresspaket bereiten, man weiß ja schließlich nicht, was da noch auf einen zu kommt!
Ich laufe los, um kurz vor 7, weiß ja schließlich nicht genau, wie lange ich nun genau zur U-Bahn brauche. Und: besser zu früh als zu spät! Die Straßen total leer und verlassen. Aber schließlich fängt das Leben hier auch erst zwischen halb 10 und 10 an. Also kaum Grund zur Verwunderung. Ich erreiche die U-Bahn nach etwas mehr als 10 Minuten. Und ich finde sie versperrt vor, abgeschlossen mit einem Gittertor! Wie jetzt - die macht doch um fünf auf?!? Ein Kiosk hat schon offen und der nette Herr ruft mir noch zu "geschlossen, macht erst um 8 auf". Um 8? "Ja, heute ist hier Feiertag" Na, geil - das ist ja ein perfekter Start in die Woche und in das PJ! Ich frage ihn, welcher Bus denn wohl in Richtung mein Krankenhaus fährt - da fängt der doch glatt an, mich zu fragen, ob ich nicht mal mit ihm und seinem Kumpel hier weggehen wollte. Ich falle aus allen Wolken und mache ihm erstmal klar, dass ich jetzt zur Arbeit muß und leider wenig Zeit für solche Gespräche habe. Linie 105, die fährt 4 Blocks in die Richtung ab. Also wieder ein ganzes Stück zurück. Um halb 8 kommt der Bus und ich war erstaunt, dass der Ticketautomat, so schäbig er auch aussieht, tatsächlich Geld wechselt! Der Bus füllt sich, so dass ich mangels Durchkommen leider ein, zwei Haltestellen zu spät aussteige. Egal, ein Blick auf die Uhr - es ist fünf vor 8. Ich stehe vor dem Haupteingang - es ist Punkt 8 - die Eingangstür ist verschlossen. Merkwürdig... Mir macht so ein Wachmensch auf und fragt mich, was ich denn wolle. Ich zeige ihm meinen Zettel von der Uni und er läßt mich herein. Zeigt auf eine Tür. Ich reiche meinen Zettel in diese Tür, die Tür geht wieder zu. Es kommt eine Krankenschwester raus, die mir erzählt, dass hier heute Feiertag ist und es sei keiner hier und ich solle doch morgen wiederkommen. Na geil - warum sagt mir das bitte kein Schwein? Woher soll ich denn bitte wissen, was hier für ein bekackter Feiertag ist und warum erzählt mir diese olle Kuh von der Uni nicht, die doch ganz genau weiß, dass ich so was nicht weiß?!!!!!!!!!
Ich war so wütend.... über einen freien Tag!

Also ging es dann für mich erst gestern los.
Ich war natürlich viel zu früh da, um 20 vor 8 und dass ist dann wohl typisch Deutsch. Habe mich dann ein bißchen mit dem Chef unterhalten. Der ging dann auch wieder mit den Worten, der andere deutsche Student wird dir dann ja alles erzählen. Alles klar...
Ich sitze dann da so rum und warte und auf einmal kommt jemand herein mit einem 'Hola', und ich denke: "den kennst du doch; aber das kann ja nicht sein: du kannst nicht am anderen Ende der Welt sitzen und es kommt jemand herein, den du kennst...!" Und der andere guckt mich an und es kommt nur ein "ne, das gibts doch gar nicht, das kann doch gar nicht sein!" Vor mir steht Fabian aus Kiel, den ich bei unseren ersten Medimeisterschaften in Bochum kennengelernt habe!!!!
Aber eigentlich geht so was doch nicht, oder???

Dienstag, August 22, 2006

Chirurgie stinkt!!! Und langweilig ist es auch. Ich weiss, es ist ja erst einTag vorbei (jedenfalls mein erster OP-Tag), aber Herzchirurgie ist nunmal doof, wenn man auf die Helmkamera vom Operateur angewiesen ist, kein Wort versteht 8nicht mal das englische, weil so genuschelt wird) und ausserdem noch 4 weitere Trainees mit im OP stehen. Immerhin gibt es im Herz-OP ganze 5 Flatscreens! Irgendwie komme ich mir auch ziemlich dumm vor. Hier sind 2 Famulanten (es sind mehr, aber mit denen beiden hatte ich bis jetzt zu tun und die sind auch nett), die, wie es mit scheint voll den Durchblick und die Ahnung haben. Die anderen Famulanten hier sind ERASMUS-Leute von ueberall her und die halten sich echt fuer was besseres. Von alleine sprechen sie nicht mit dir und wenn du die dann mal was fragst, weil du was suchst, dann erntest du als erstes ein mitleidiges Læcheln und dann eine herablassende Antwort *heul* Ich vermisse euch alle so! Bitte baut mich auf! Na, aber zum Glueck muss ich nicht immer in der Herzchirurgie bleiben, sondern kann eigentlich nach belieben wechseln und auch in die Notaufnahme gehen. Werd ich dann wohl machen. Und ich kann eine Woche in Akureyri arbeiten. Dort gibt es dann freie Logis und ich seh nochmal was anderes vom Land! Ist also gar nicht so schlimm und die Leute hier sind auch ok.
beim næchsten mal dann wieder froehliche Nachrichten, versprochen!

Inga

Sonntag, August 20, 2006

Dies ist nun der Ort, wo ich demnächst wohl meine Tage und Nächte verbringen werde. Es ist das Krankenhaus Marie Curie in der Marie-Curie-Straße, sehr einfallsreich. Gleich nebenan ist dann auch das zuhause von Herrn Roentgen...
Das Haus liegt doch etwas ab vom Schuß, aber mit der U-Bahn ist man ja überall schnell. Muß allerdings wohl doch ne knappe Stunde vor Dienstbeginn losstiefeln. Zum Glück gehts erst um 8 Uhr los!
Habe mir das ganze schon mal angeschaut und dabei festgestellt, dass man quasi gleich in der Aufnahme steht, sobald man den Haupteingang passiert hat. Könnt mir vorstellen, dass ich da wohl doch etwas .... überfordert bin?
Naja, mal abwarten, was der Tag morgen so mit sich bringt und allen anderen, die morgen auch ihren ersten Tag auf irgendeiner Station haben, wünsche ich nur Hals-und-Beinbruch!!!

La Lauschi Posted by Picasa


Halli hallo, ich starte nun meinen mittlerweile dritten Versuch, ich wußte von vorn herein, dass das bei mir nicht klappen würde, stehe ich doch mit diesem neumodischen Kram irgendwie auf Kriegsfuß. Was soll eigentlich ein Blog sein?! Es wurde mir quasi aufgeschwatzt als tolle Möglichkeit, die Daheimgebliebenen oder auch in der Welt Herumirrenden auf dem Laufenden zu halten, über unseren Alltag und Abenteuer, die man so erlebt. Stimmt ja auch - aber warum ICH? Also versuche ich nun den 3. Anlauf, und wenn es dann nicht klappt, dann muß man eben damit leben, dass es nur Neues von Island gibt...
Ich bin ja schon etwas länger im Land des Guten Fleisches, genauer gesagt bereits seit dem 11. August und dies ist meine Geschichte. Allen, die gerne in der Welt herumreisen und dies gerne mit Iberia tun, kann ich nur sagen, dass dieses 'Keine-Getränke-mit-ins-Handgepäck-nehmen' quasi ein Nierenversagen bedeuten kann. Ich spreche da aus eigener Erfahrung, denn ein gewisser Jemand hat mich etwas perplex angeschaut, als ich erwähnte, ich wollte noch etwas zu Trinken mitnehmen. Es gebe ja genug. Und dann wäre das ja nur unnötige Schlepperei. Stimmt ja auch - wenn man nur Lufthansa gewohnt ist! Holzklasse Iberia ist da dann doch etwas anderes! Denn:
Hamburg - Brüssel, Abflug 10. Aug., 17.25 Uhr:
kleiner Parabelflug von genau einer Stunde Dauer, na klar wird man hier mit kleinen Köstlichkeiten versorgt. Es gibt Sandwiches, eingeschweißt - immerhin Mehrkorn-Toast - und dazu reinstes Quellwasser im 100 ml-Becher und Aludeckel. Köstlich... Ich habe leider keinen Hunger, weil Brotzeit auf dem Flughafen HH abgehalten. Man ist ja schließlich auch früh genug da.
Brüssel - Madrid, Abflug 10. Aug., 19.40 Uhr:
Man habe ich einen Kohldampf, ist ja schließlich auch meine Uhrzeit! Da der Flug ja auch zwei Stunden dauert wirds ja wohl was zum Futtern geben... Gibts auch: die Dose Cola für 2,50 € und im Menü mit einem leckeren Brötchen, auch eingeschweißt, für bloß 7 €! Hat man so etwas schon einmal gehört??? Dazu ist mir mein HUnger und Durst dann doch nicht groß genug...
Außerdem wirds in der Abflughalle in Madrid ja genügend Orte geben, wo man was lebenstmittelmäßiges bekommen kann... Wie klug du bist, Lauschi, leider handelt es sich hier auch um Apothekenpreise. Immerhin ist die Cola mit 2 € günstiger als im Flugzeug! An den zahlreichen Getränkeautomaten ist sie dann am günstigsten, allerdings nehmen diese Dinger auch nur Hartgeld. Blöd, wenn man nur nen Schein in der Tasche hat. UNd die DutyFree-Shops wechseln einem netterweise auch kein Geld. Da darf man sich dann was kaufen und auf Wechselgeld hoffen...
Madrid - Buenos Aires, Abflug 11. Aug., 00.10 Uhr:
Mit einer leichten Verspätung von ungefähr einer halben Stunde gehts los. Ich sitze perfekt: am Notausgang, heißt Beinfreiheit schlechthin. Die junge Frau neben mir ist auch ganz nett. Puh, wenigstens ist mir der fröhliche Hypertoniker von nebenan erspart geblieben... Allerdings sitze ich auch direkt am Gang zu den Toiletten, heißt Durchgangsverkehr pur. Egal, habe ich es wenigstens nicht so weit. Neben mir ist der Ort, der wohl auch "Küche" genannt wird. Dieser schmale Durchgang, wo diese Rollcontainer mit dem Essen drin verwahrt werden. Essen... - ich habe Hunger! Vom Durst ganz zu schweigen.
Langsam herrscht im gesamten Flugzeug dieser angenehme Duft von Flugzeug-Fertigessen vor. Für mich heißt sowas immer so etwas wie Urlaub. Und der Wagen mit dem Essen steht direkt neben mir. Und warum gehts hier nicht los? Das grenzt doch fast an Quälerei. Was machen die denn hier die ganze Zeit? Ich hatte mein 'Abendbrot' also um 3 Uhr in der Nacht, egal. Und dann kommt die nette Dame allen Ernstes danach an und fragt fröhlich grinsend: "Kaffee?" Hallo? Es ist halb 4 und ich bin nicht nur hungrig sondern auch müde! Ich habe dann dankend abgelehnt.
Schlafen ging eigentlich ganz gut. Bin nur ein paar Mal von einer der zahlreichen Explosionen von Tom Cruise's "Mission Impossible 3" hochgeschreckt. Was für ein schlechter Film - Hauptsache viel Feuer, viel Herumgeballere und viele Tote...
Frühstück gab es um 12 Uhr deutscher Zeitrechnung; aber auf der anderen Seite des Großen Wassers ists ja auch erst 7 Uhr am Morgen. Da hätte die nette Dame mit der Thermoskanne auch gerne noch ein zweites oder drittes Mal vorbeikommen können...
Der Rest ging dann eigentlich recht flott. Landung war um halb 8 und um kurz nach hatte ich mein Gepäck in der Hand. Wieder ein Alptraum weniger. Mein Abholservice stand auch schon da. Ich wollte schon immer mal mit einem Schild mit meinem Namen begrüßt werden! Das sieht so wichtig aus...
Leider war die Autobahn in die Stadt hinein gesperrt, und da der Flughafen doch ne gute Stunde außerhalb liegt, verzögerte sich das ganze doch erheblich. Kleine Gondelei durch sämtliche Außenbezirke, eigentlich nicht unbedingt das beste für den ersten Tag...
An meiner Wohnung war ich dann um halb 1, puh - eigentlich will ich nur duschen und schlafen. Aber was soll man machen? Der Kühlschrank ist leer und es ist ja schließlich kein Mitbewohner da, den man um den Einkauf bitten könnte... Also noch einmal schnell los, kleine Supermärkte im Tante-Emma-Style gibts hier zum Glück an jeder Ecke. Und die Fertigpizza gibts hier auch!!! Ein Hoch auf die italienische Mafia.
Um halb 7 abends bin ich dann total erschlagen und satt auf meinem Sofa eingeschlafen...

Saludos de Buenos Aires - Lauschi Posted by Picasa

Godan daginn!
Das war isländisch - allerdings ziemlich gestümpert, weil ich keine isländischen Buchstaben auf meiner Tastatur habe. Zuerst muss ich erwähnen, dass die Lauschi noch mit den Tücken des Programmms kämpft, aber grundsätzlich gewillt ist auch was zu schreiben und Fotos einzustellen. Das Foto hier hab ich in der Nähe meiner Pension aufgenommen. Es ist Richtung Nordosten. So ein schönes Wetter hab ich jetzt schon seit ich hier bin. *FREU*
Morgen geht´s los - bin schon ganz gespannt. Kommentiert doch hier mal kräftig oder lasst mal was per Mail von euch hören. Ich hab zwar kein Heimweh, aber Leuteweh....

Bless (wieder isländisch, diesmal korrekt),

Inga Posted by Picasa

Freitag, August 18, 2006

Moin,
ich habe mir für meine Ankunft in Island einen von bisher 7 schönen Tagen hier ausgesucht. Die Sonne schien, es war warm und ich hatte meine Winterklamotten an - HURRA! Bin mir selten so unpassend gekleidet vorgekommen und hatte auch wirklich Mitleid mit dem armen Menschen, der im Bus vom Flughafen in die Innenstadt neben mir sitzen musste (müffel). Über meine Reise lässt sich berichten, dass alleine die Zugfahrt von Bremen nach Frankfurt äußert amüsant war. Dort bin ich erst dem über "diese furchtbaren Nichtraucher" schimpfenden Hardcore-Raucher begegnet (ich hab ihm trotzdem nicht erlaubt in meinem Abteil zu rauchen) und dann der alternativ-esoterisch-soziopädagogischen Gothic-Mutter eines Sohnes namens Robin (sprich: Rohbinn) mit ihrem Gesprächspartner, einem Mitvierziger Sozioalpädagogen oder Beamten mit viiiiel Verständnis für seine Mitbürger, der gerade im Begriff steht sich ein Öko-Niedrigernergie-Landhausstil-Haus mit Pellet-Heizung zu bauen. Toll. Danach kam dann das dauerknutschende Pärchen auf dem Weg in den Mallrorza-Urlaub. In Frankfurt angekommen hab ich erstmal 45 Minuten in der Check-in-Schlange gestanden (ich dachte echt ganz Island war ausgeflogen will jetzt zurück). Dann kam aber der absolute Abschuss: der Typ am Schalter wollte mein Handgepäck wiegen! Dabei hatte ich schon so frohlockt, dasd mein großer Rucksack nur 19,9 Kilo hatte. Tja, das Handgepäck hatte dann 10 und 6 sind erlaubt. Gnädigerweise durfte ich dann etwas aus dem Handgepäck ins große Gepäck umpacken - WITZIG! Der große Rucksack ist nämlich sowieso schon aus allen Näthen geplatzt. Irgendwie ging es dann aber doch, das Resultat war allerdings ein kaputter Reisverschluß. Naja, meine schlimmste Befürchtung, nämlich, dass meine gesamte Unterwäsche sich in Reykjavik auf dem Laufband verteilen würde hat sich dann zum Glück nicht bestätigt. Den Rest bis zu meiner temporären Unterkunft hab ich dann mit Hilfe des Flybus und Annika, die acuh in Lübeck studiert und zur Zeit auch hier in der Chirurgie ist, zurückgelegt. Jetzt sitze ich in einem Cafe in der Nähe des Hafens und das Wetter ist typisch isländisch: wolkig. Meine Pension ist übrigens auch ganz ok, ich hab gestern abend erstmal mit der Besitzerin zu abend gegessen, weil die Supermärkte schon zu hatten.
Alles weitere dann beim nächsten mal.
Inga Posted by Picasa

Sonntag, August 13, 2006

Hallo!

Endlich hab ich es geschafft ein Photo hochzuladen! Auf diesem seht ihr Lauschi und mich noch vereint auf ihrm letzten Abend in Bremen. Wie die meisten bestimmt schon mitbekommen haben ist sie trotz Terrorwelle gut in Argentinien angekommen und hat auch schon die ersten bürokratischen Hürden umschifft - aber dazu wird sie euch bestimmt selbst was schreiben wollen.
Bei mir geht es ja dann am 17. auch endlich los. Bin schon enorm gespannt.
Wir hoffen mal, dass wir so diszipliniert sind und hier auch immer fleißig was reinschreiben, damit ihr alle auf dem laufenden seid.

Bis dahin viele liebe Grüße und für die, die es betrifft: Viel Spaß im PJ!


Inga