ohwieschoen

Montag, Oktober 02, 2006


















Mein Wochenend-Trip nach Uruguay

Warum fahren Buenos Aires-Touristen nach Uruguay? Genau, weil sie wahrscheinlich nur ein Touristen-Visum haben und länger in Argentina bleiben wollen als 90 Tage. Und weil der Weg zum Stempel eben nur eine Stunde über den Fluss lang ist...Mein Plan sah so aus: Freitag nach Colonia, abends nach Montevideo und dann am Samstag abend von dort zurück. Und als es dann am Freitag los ging, sah ich das Wochenende ja schon förmlich ins Wasser fallen: Wolken, Wolken, Wolken und dazu Temperaturen bei 10°. Aber die Überraschung kam vor der Küste Uruguays - Supersonnenschein mit strahlend blauem Himmel! Perfekt für einen Ausflug zu Fuß!
Colonia entpuppte sich als idyllisches Fischerörtchen mit soviel Ruhe und Gemütlichkeit, wie ich sie mir seit knapp 2 Monaten Großstadtleben kaum hätte vorstellen können. Kein stinkender Stau mitten in der Stadt und keine Menschenmengen auf dem Weg nach Hause. Einfach nur Ruhe. Perfekt für einen kleinen Erholungsurlaub, den ich bestimmt noch einmal nachholen werde. Aber fürs erste waren die vier Stunden Aufenthalt hier Energie tanken pur. Mit dem Reisebus gings dann weiter nach Montevideo, 2 1/2 Stunden Fahrt - puh, und das bei eingeschalteter Heizung! Landschaftlich wirkt es hier viel grüner und natürlicher, mit großen Wiesen und Wäldern. Auch bei der Einfahrt in die Stadt sehen die Vororte oder Randbezirke gemütlicher aus: Einfamilienbungalows mit Palmen im Vorgarten und es gibt Fuß- und Fahrradwege! Das Zentrum hingegen ist dann wieder mehr Großstadt, wenn auch um einiges kleiner als Buenos Aires. Der Verkehr ist allerdings nicht ganz so tödlich und die Autofahrer halten sogar am Zebrastreifen! Habe ich mich doch glatt gewundert, warum das Auto denn nun anhält und mich vorlässt... Sowas würde hier Bs.As. niemals passieren!!! Da es schon langsam dämmerte, ging die Suche nach einem Hotel vor. Genau wie bei Wohnungsanzeigen, kann man sich ja nie auf die Beschreibungen verlassen und einem wird so manches angedreht. Nach einigem Suchen wurde im Hotel Hispano eingecheckt, ein kleines Häuschen mit relativ vertrauensvollem Portier. Kurz das Gepäck abgeladen, und dann wieder ab in die Stadt. Ich habe mich die ganze Zeit gewundert, warum es denn in dieser Stadt bloß so dunkel ist. Die Antwort: es gibt keine Straßenlaternen! Das einzige Licht kommt von der Werbebeleuchtung von Geschäften und Restaurants. Die Hauptstraße ist gut beleuchtet, aber wenn man dann mehr als einen Block in eine Nebenstraße geht, steht man im Dunkeln. Sehr unheimlich! Von daher gewegte ich mich nur im gut beleuchteten Bereich. Sicher ist sicher! Und das Pfefferspray immer in Reichweite...
Am nächsten Morgen hatte sich diese Geisterstadt in eine fast mediterrane Hafenstadt verwandelt! Wasser und Strand bzw. Hafen an allen drei Seiten - habe ein bißchen Heimweh an die Ostsee, deshalb ging es auch hier zu allererst ans Wasser! Im Microcentro und in der Altstadt gibts natürlich allerhand Plätze zum ausruhen und genießen. Und Sehenswürdigkeiten, die man als guter Tourist natürlich nicht auslassen darf, wie zum Beispiel den Palacio Salvo, immer noch das höchste Gebäude der Stadt. Ein Besuch am Mercado del Puerto und Stöbern auf dem Flohmarkt gehörte natürlich auch zum Programm. Und man glaubt ja gar nicht, wie anstrengend es ist, alles nur zu Fuß zu machen! Von der 3 Stunden-Rückfahrt um 19 Uhr habe ich jedenfalls nicht so viel mitbekommen...

la Lauschi Posted by Picasa

1 Comments:

At 12:35 AM, Blogger Katja & Inga said...

Hey, geiler Pulli, ey!

Ich vermiss dich, Kleine!
Dickes Bussi!
Inha

 

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